So 25 Dez 2005
Networking und SocialCapital
Geschrieben von ijb in Kategorie Tatort Unternehmen , Tatort Familie , Tatort Freizeit , KommunikationSie und Netzwerken,
Networking und SocialCapital
Autor: Don Steiny (president of Institute for Social Network Analysis of the Economy ISNAE)
erstellt im Mai 2005
ins Deutsche übersetzt von Ingrid J.Bressler im Dezember 2005
Dieser Artikel handelt von persönlichem SocialCapital und vom Netzwerken aus einer Sicht, die Sie vielleicht so noch nicht gehört haben.
Zuerst werden wir betrachten, was es ist, dann, warum es so wertvoll ist und letztendlich, wie Sie den Wert für sich nutzen können.
Nehmen wir ein Beispiel:
Als Sie zur Schule gingen, kannten Sie alle Ihre Klassenkameraden.
Jede Person kann den Zugang zu einer anderen Welt darstellen. Ein SocialNetwork ist ein Netzwerk von Beziehungen wie “miteinander reden” . Die Gruppen entstehen dadurch, dass die Menschen ein gemeinsames Thema brauchen, um miteinander reden zu können.
Die Welt ist voll von Gruppen, in denen Menschen sich miteinander austauschen. Wenn Sie sich nun das Netzwerk unserer gesamten Welt vorstellen, werden Sie erkennen, dass viele kleine Grüppchen entstanden sind und es immer wieder jemanden gibt, der das Verbindungsglied zwischen zweien davon ist.
Wir alle leben in einem Netz von Beziehungen und die Menschen in diesem Netz tendieren dazu, Gruppen zu bilden. Da gibt es die Familie, die Arbeitskollegen, die Menschen, mit denen wir Hobbies teilen oder andere gemeinsame Interessen. Viele Leute gehen zur Kirche und lernen dadurch Gleicgesinnte kennen. Wenn Sie sich nun derartige Beziehungen bildlich vorstellen, sehen Sie ein Netz - wie das einer Spinne. Daher wollen wir es auch Netzwerk nennen.
Und zwar ist es ein Netzwerk, in dem SIE das Verbindungsglied zwischen all den unterschiedlichen Gruppen sind. Ihre Mutter wird nicht alle Ihre Arbeitskollegen kennen. Ihre Arbeitskollegen werden nicht alle Ihre Hobbies mit Ihnen teilen. Aber Sie selbst sind Teil jeder dieser Gruppen.
Die Gemeinsamkeit entsteht daraus, dass Menschen ein Thema brauchen, worüber sie reden können. Sie sind im selben Bereich tätig, waren auf der gleichen Schule oder frönen dem gleichen Hobby. Jede dieser Gruppierungen ist ein Netzwerk für sich, ein Sub-Netzwerk, und jede Person in diesen Gruppierungen ist wiederum Teil einiger anderen Gruppierungen.
Nehmen wir ein Beispiel:
Als Sie zur Schule gingen, kannten Sie natürlich alle Ihre Klassenkameraden. Und wahrscheinlich ein paar wenige, die in anderen Klassen waren. Diese wiederum kannten alle in ihrer eigenen Klasse. Wenn Sie nun etwas aus der anderen Klasse wissen wollten - über einen Mitschüler, einen Lehrer, was auch immer - dann haben Sie natürlich Ihr Verbindungsglied in dieser Klasse darum gefragt. Und sicher auch Auskunft erhalten.
Es gibt unzählige Situationen wie diese. Sie kennen jemanden in einem Unternehmen, in dem auch Sie arbeiten wollen. Dieser Jemand stellt somit potentiell einen neuen Job für Sie dar. Wenn Sie einen Computerspezialisten um die Lösung eines Problems mit Ihrem Computer fragen, ist derjenige wieder Teil einer Expertengruppe, die sich vorwiegend mit Computern beschäftigt. Ja, sogar ein Arztbesuch ist mehr als nur die Absicht, ärztlichen Rat einzuholen. Ihr Arzt ist wieder Ihr Verbindungsglied zu einer Gruppe von Menschen, die sich hautpsächlich mit medizinschen Fragen beschäftigen. Wann immer Sie einen Spezialisten kontaktieren, erreichen Sie damit auch gleichzeitig das hinter ihm stehende Netwerk anderer Spezialisten aus diesem Bereich.
Das bedeutet Netzwerken. Es ist nichts anderes, als etwas Bestimmtes in seinen Beziehungsnetzwerken zu suchen - einen Kontakt, eine Auskunft, was auch immer. Es gibt eine Menge Bücher und Schulungen darüber. Dabei werden die gleichen logischen Denkansätze benutzt. Weil eben der Mensch dazu tendiert, sich in Gruppen zusammenzuschliessen. Innerhalb einer Gruppe werden die gleichen Informationen weitergereicht. Wenn Sie also einen Job suchen oder ein Produkt verkaufen wollen, ist es am besten, möglichst viele Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen zu kontaktieren und sie gezielt danach zu fragen.
Netzwerken bedeutet mehr als all das, was Ihnen Bücher beibringen können. Und doch verkaufen sich einschlägige Bücher gut - weil eben jemand, der netzwerkt, ein besserer Verkäufer ist, leichter einen Job findet, als einer, der es nicht tut.
Den Grund dafür hat Mark Granovetter als Erster erklärt in seiner Arbeit “The Strength of Weak Ties” (Die Stärken von schwachen Banden). Granovetter ist Soziologe und arbeitete zu dieser Zeit an einer Studie, wie Menschen zu ihren Jobs kommen. Er interviewte hunderte von Geschäftsleuten in den USA und stellte dabei ein Muster fest. Auf die Fragen, ob sie ihren Job durch Freunde bekommen hätten, kam immer wieder die Antwort: “Nein, nicht wirklich ein Freund. Ein guter Bekannter.” Granovetter erkannte, dass die meisten Leute ihre Jobs, ihr Haus, ihr Auto, ihre Wohnung meistens durch Menschen bekamen, die sie nicht besonders gut kannten. Denn die Menschen, die wir sehr gut kennen, haben meistens auch das gleiche Wissen wie wir. Haben die gleichen Beziehungen wie wir selbst.
Seit Granovetter 1974 seine Arbeit veröffentlichte, gab es eine gewaltige Entwicklung im Bereich des social network. Der Bereich existierte zwar bereits Dekaden vor dieser Veröffentlichung, aber seine Arbeit kam zu einer Zeit, als das Interesse daran wuchs. Und seitdem wächst es weiter. In den letzten zehn Jahren sogar noch schneller, da technische Hilfsmittel (Software) eine bessere Auswertung ermöglichen.
Die Möglichkeiten, Leute zu leasen, sind in jedem Land unterschiedlich. Der Weg, wie ein Verkäufer Arbeit findet, ist ein anderer als der eines Dienstleisters. Aber die Grundlage ist die gleiche - Menschen bilden Gruppen. Und Granovetters Studie hat seither Fortbestand. Es war auch so zu erwarten.
Welches Umfeld wählen Sie für sich? Mit wem sind Sie gezwungenermassen sowieso beisammen? Ihre Familie konnten Sie sich nicht aussuchen. Und doch haben Sie mit Ihrer Familie vieles gemeinsam. Das kommt daher, dass Sie während Ihrer Kindheit stark durch die Familie geprägt wurden. Sie können sich auch ihre Arbeitskollegen meist nicht aussuchen. Andererseits ist immer mehr zu beobachten, dass sich der Mensch ein Arbeitsumfeld sucht, in dem er sich wohlfühlt. Und sich gern mit Menschen unterhält, die die gleichen Interessen haben.
Da ist sicher nichts Falsches dran. Und dennoch haben Studenten im social network einen interessanten Umstand festgestellt. Viele der Dinge, die wir als wertvoll erachten, sind solche, die uns Brücken zu anderen Ufern schlagen. So z.B. sind es Unternehmer, die Angebot und Nachfrage verbinden und so zum Broker werden. Mitarbeiter in Unternehmen, die sowohl die Sprache der Techniker als auch die der Marketingleute sprechen, sind wertvolle Verbindungsglieder. Aber das wohl Wertvollste von allem ist die Innovation.
Es hat sich herausgestellt, dass Innovationen selten sind. Selten aber das Ergebnis eines einzelnen Genies, sondern eher das Produkt von Menschen, die etwas sehen und das in eine andere Umgebung einbringen. So hat Ford z.B. das Fliessband nicht erfunden, sondern sich diese Idee aus der Fleischverpackungsindustrie geborgt. Einer seiner Mitarbeiter sagte: ” Wenn die ganze Schweine und Hühner auf einem Fliessband zerlegen können, können wir darauf auch ein Auto zuammenbauen.”
Wenn Sie nun bedenken, dass Menschen, die soziale Netze verbinden, die aus ihrer Komfortzone herausgehen und Verbindungen schaffen, die Unternehmer sind, die Beziehungsbroker, die Übersetzer, die Innovativen - dann ist es auch nicht verwunderlich, dass sie mehr bezahlt bekommen, schneller vorwärts kommen und auch weniger Absagen erhalten.
Vielleicht ist dieser Punkt eine Überraschung für Sie. Aber das Journal of the American Medical Association veröffentlichte eine Studie in der Ausgabe 277(24) 25 June 1997 on pp 1940-1944. Diese Studie wischte andere mögliche Erklärungen vom Tisch und hielt fest, dass Menschen mit der niedrigsten Diversität (Unterschiedlichkeit) in ihrem persönlichen Netzwerk viermal so viele Absagen bekamen als Menschen mit einer vielfältigen.
Nun, was heisst “Diversität”? Laut der JAMA Studie sind es Leute, die soziale Kontakte pflegen zu Mitschülern, Arbeitskollegen, Familie, religiösen Einrichtungen, ehrenamtlichen Organisationen und anderen. Unterschiedlich können auch sein der Beruf, die ethnische Einstellung, der kulturelle Hintergrund, Alter, Geschlecht, Schulbildung und andere Dinge, die auch soziale Unterschiede hervorrufen. Am wohlsten fühlen wir uns unter Menschen, die uns gleich sind - gleich im Alter, in der Ausbildung und im Beruf. Man könnte daher auch sagen: “unterschiedlich” bedeutet “Leute, die wir nicht kennen” oder “die unterschiedlich sind zu uns selbst” (was in den meisten Fällen ja wieder heisst, dass wir sie nicht kennen).
Das Fazit daraus mag schwierig heraus zu arbeiten sein. Aber die Ansicht, dass es wertvoll ist, Menschen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten zu kennen, macht eindeutig Sinn.
Zu wissen, wen man fragen kann, kann nützlich sein. Und je mehr unterschiedliche Menschen man kennt, desto grösser ist die Chance, Antwort auf die unterschiedlichsten Fragen zu bekommen. Kontakt zu halten mit Menschen aus den verschiedensten sozialen Schichten und zu wissen, was sie tun und auch denken - das schafft Ressourcen. Vergleichbar mit Reisen oder Lesen, erweitert es unseren Horizont, schafft neue Ideen und neue Sichtweisen. Daher ist es nicht schwer, zu erkennen, dass es uns einfach innovativer macht.
Stellen Sie sich das Gegenteil vor: ein Mensch, der nur mit denen Kontakte pflegt, die wie er selbst denken. Was dann passiert, ist Folgendes: die Ansichten und Ideen werden nur herumgereicht, aber nicht verändert. Daher fixiert man sich selbst auf bestimmte Denkmuster und letztenendes auf sich selbst.
Ein Teil von uns, der uns sagt, wer wir sind, besteht daraus, was andere Menschen von uns halten und auch im ständigen Vergleich mit anderen. Der Mensch ist ein sehr facettenreiches Wesen mit hohem Potential. Unsere Gedanken, die uns sagen, was wir sind und was wir tun, kommen nicht willkürlich von irgendwo her. Mit einem kleinen Horizont an unterschiedlichen Menschen fällt es schwer, sich vorzustellen, etwas anderes zu tun oder auch nur zu denken.
Hier die Geschichte eines jungen Mannes, der in der Innenstadt einer US-Metropole lebte, wo Banden ein Bestandteil des täglichen Lebens waren. In den Ferien kam er in ein Sommercamp, in dem er zum ersten Mal in seinem Leben über Dinge hörte wie Business, Marketing, Finanzen und mehr. Er verstand diese Dinge zwar nicht wirklich, aber er wurde aufgeweckt. Er erkannte, dass es auch andere Dinge gab und er in einer anderen Welt leben könnte. In seinem jetzigen Umfeld sprach niemand von solchen Dingen, ja kannte sie nicht einmal. Das Ergebnis daraus war, dass er sich selbständig machte, ein eigenes Unternehmen startete und heute recht erfolgreich ist. Viele seiner früheren Freunde aus der Jugend sind heute tot oder im Gefängnis.
Zusammengefasst kann man sagen:
Auch wenn wir uns unter Unseresgleichen wohler fühlen, ist es doch von grösserem Wert, Menschen kennen zu lernen, die anders denken, in einem anderen sozialen Umfeld leben, in einer Welt, von der wir vorher nicht nichts wussten.
Viele Menschen betrachten Networking als reines Nehmen. Sie sagen: “Wenn ich keinen Nutzen daraus ziehen kann, wozu soll es dann gut sein?” Und wenn sie das sagen, sehen sie den Begriff “Nutzen” in einem sehr engen Bereich. Sie meinen finanziellen Nutzen - ein Geschäft zu machen, einen Job zu bekommen. Es ist sicher möglich, durch Networking Geschäfte zu machen oder auch einen neuen Job zu bekommen. Aber auf eine Veranstaltunge zu gehen und Visitenkarten zu evrteilen, bedeutet noch nicht Netzwerken. Wer zu dem Zeitpunkt, an dem er einen Job braucht oder Geschäfte machen will, noch kein eigenes Netzwerk aufgebaut hat - der hat Pech, denn dann ist es bereits zu spät.
Netzwerke sind nicht etwas, das man schnell mal zwischendurch aufbaut, wenn man etwas braucht. Netwerke sind Gebilde, an denen man sein ganzen Leben arbeiten muss. Es gibt sie überall - aber man muss Teil davon sein, dafür da sein, wenn man daraus Wert schöpfen will.
Oft höre ich Geschäftsleute sagen: “Mein Business ist Software. Wozu muss ich etwas über Biotech wissen?” Auf der einen Seite wohl richtig. Aber es ist nichts anderes, als würden Webdesigner immer nur auf Webdesigner-Treffen gehen. Dort treffen sie wiederum nur Leute, die das Gleiche tun. Würden sie z.B. auf eine Handwerksmesse gehen, würden sie Ideen bekommen, wie sie ihr Webdesign in anderen Bereichen anwenden können. Und würden neue potentielle Kunden kennen lernen. Tatsache ist, dass die Art und Weise, wie Biotech- und Software-Unternehmen ihre Ziele definieren, Finanzen und Geschäftsmodelle sehen, sehr unetrschiedlich ist und neuen Input bringt.
Über all die Jahre habe ich hunderte von Unternehmen gesehen, die Kontakte zu Business Angels gesucht haben und sich im Lauf der Zeit kaum angenähert haben. Nur wenige davon wurden wirklich fündig. Oft gab ich den Rat, doch in völlig anderen Business-Bereichen zu suchen, ja sogar, ehrenamtliche Tätigkeiten für jemanden zu übernehmen. Meistens hielten sie mich für vollkommen übergeschnappt. Sie kontaktierten weiterhin BusinessAngel-Plattformen, VentureCapital Unternehmen und polierten fleissig ihre PowerPointPräsentationen auf. Sie verteilten sie so lange, bis ihnen das Geld endgültig ausging und sie wieder in einen normalen Beruf zurück mussten.
Suhas Patil, einer der fähigsten Männer, die Silicon Valley hervorgebracht hat, sagte einmal: “Mit jedem über ein Geschäft zu reden, ohne zu wissen, wo man anfangen sollte - dafür ist der beste Platz z.B. ein Waschsalon. Denn wer nutzt die Produkte? Nicht der virtuelle mögliche Kunde, sondern Menschen aus Fleisch und Blut. Die, die Sie täglich draussen treffen. Und wer wird ein Unternehmen finanziell unterstützen? Nicht irgend ein VentureCapitalFonds - sondern ein menschliches Wesen. Genauso ist es bei Musik oder Kunst.”
Wenn man akzeptiert, dass soziale Netzwerke in vielen Bereichen des Lebens von Vorteil sein können, dass sie lohnend sein können - dann zahlt es sich aus, ein wenig mehr darüber nachzudenken, wie man damit umgeht.
Der erste Teil, sich ein Netzwerk aufzubauen, ist simpel. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, bei jedem Menschen, den Sie treffen - egal ob arm oder reich, jung oder alt, männlich doer weiblich, gleichgültig welcher Beruf und welche Rasse - verstehen zu wollen, was er macht, was er ist. Das zzu sehen, was sie erreicht haben. Und zu üebrlegen, wie Sie dabei helfen vielleicht können. Der einfachste Weg, wie Sie helfen können - und auch der gebräuchliste - ist der, diese Menschen wieder jemandem vorzustellen, der ihnen weiterhelfen kann.
Für viele mag dieser Ratschlag absurd klingen. Sie denken: “Mein Netzwerk soll mir zum Vorteil sein. Ich habe keine Zeit, herum zu laufen und jedem, den ich treffe, zu helfen!” Nun, denken sie einmal nach. Was würden Sie von Leuten halten, die immer nur Hilfe fordern und nie etwas davon zurück geben? Und was halten Sie von Leuten, die sich für Sie interessieren? Für das, was Sie tun? Und die Ihnen behilflich sein wollen?
Sie investieren in Ihr Netzwerk - ähnlich wie Sie es bei Ihrem Bankkonto machen. Daher hat sich auch der Begriff “social capital” entwickelt - es ist Ihr Kapital!
Was Sie tun müssen, ist, Ihren Geist auf Erforschung auszurichten. Wie in Star Trek, wo das Raumschiff mit seiner Besatzung unterwegs ist, um zu erforschen. eben weil es ihre Aufgabe ist. Viele Menschen gehen einkaufen und wissen dabei ganz genau, wo sie was bekommen. Ein soziales Netzwerk aufzubauen ist ähnlich: Sie bewegen sich in Ihrem Netzwerk, beobachten und lokalisieren. Und wenn Sie etwas brauchen, werden Sie genau wissen, wo Sie es bekommen. Nicht nur das. Wenn Sie neue Leute kennenlernen und in Ihr Netzwerk einbeziehen, werden Sie sie wieder anderen vorstellen, ihnen weiter helfen. Deshalb nennt man es “Kapital” - es ist da. Wenn Sie es brauchen, können Sie darauf zurück greifen.
Darüber hinaus gibt es das Unerwartete. Wir wissen, was wir wissen. Und wir neigen dazu, nach Bekanntem Ausschau zu halten. Begeben wir uns in Bereiche, wo wir nicht wissen, was uns erwartet, eröffnet uns das nicht nur ungeahnte Möglichkeiten. Sondern trainigert auch unser Gehirn und macht uns fähig, Unerwartetes zu verarbeiten. Das ist auch der Punkt, warum Innovation und viele andere gute Dinge hauptsächlich aus der Forschung kommen.
Nicht zu wissen, was passieren wird, kann Unbehagen auslösen. Und doch sucht der Mensch danach, z.B. beim Lesen, einem Kinofilm oder Ähnlichem. Sich in eine Situation begeben, in der Sie nicht genau wissen, worüber die anderen reden, kann als ungemütlich empfunden werden. Aber auch als neue Herausforderung, wie ein Puzzle. Und wie überall - je öfter Sie es machen, umso einfacher wird es.
Wenn Sie einmal beschlossen haben, sozusagen neues Leben und neue Zivilisationen zu erkunden , heisst Ihre oberste Direktive, dass Sie versuchen, jeden, den Sie treffen, zu verstehen und ihm zu helfen. Der letzte Schritt ist, herauszufinden, wohin wir gehen.
Da ist eine unendlich grosse Welt, an der Sie noch nicht teilhaben. Und vieles davon wird spannender sein, als Sie es sich vorstellen. In Zeitungen gibt es immer einen Veranstaltungskalender. Arbeiten Sie ehrenamtlich bei einer Organisation mit, die die Umwelt schützt, Menschen weiterbildet, sich für den Weltfrieden einsetzt - oder was auch immer. Es gibt tausende solcher Organisationen. Besuchen Sie Workshops aus Bereichen, die nicht die Ihren sind. Gehen Sie nochmals zur Schule, lerne Sie eine neue Sprache, nehmen Sie Gesangsunterricht, treten Sie in eine Band ein.
Es ist niemals falsch, wenn Sie mehr über andere Leute erfahren wollen.
In manchen Teilen unserer Welt leben Menschen von Geburt an in kleinen, engen sozialen Gruppen, aus denen sie bis zum Tod nicht heraus kommen. Veränderungen brauchen ihre Zeit. Aber unsere überentwickelte Gesellschaft verändert sich rasend schnell. Manche würden daher gerne instinktiv wieder in die frühere kleine soziale Gruppe zurück kehren. Obwohl unser Eingebunden sein in viele soziale Netze eine Herausforderung für uns darstellt, ist es doch auch eine grosse Chance für uns:
Eine Gelegenheit, unzählige neue Türen zu öffnen und an den Schätze, die dahinter liegen, teilzuhaben.
[Dr.Harald Katzmair vom fas.research in Wien hat die 10 Regeln für besseres Netzwerken entwickelt. Diese finden Sie - ebenfalls von mir in “verständliche” Sprache übersetzt - hier:
10 Regeln für besseres Netzwerken]
Dezember 28th, 2005 at 00:12
Hallo Frau Bressler,
haben Sie vielen Dank für die Übersetzung, auch für die der “10 Regeln für besseres Netzwerken”. Das Thema Networking beschäftigt mich sehr, im Blog “MMBF - Mit bester Empfehlung” habe ich meine Sicht beschrieben: http://mmbf.de/378/wie-ihnen-networking-auftraege-bringt.html
Herzlich,
Peter Claus Lamprecht
Dezember 28th, 2005 at 10:12
Hallo Herr Lamprecht,
das freut mich aber, so über Umwege wieder Kontakt zu openBC’lern zu bekommen.:-)
Was Vitamin B betrifft, war ich lange der gleichen Auffassung wie Sie. Das war mir zuviel “in den Sattel helfen, obwohl man gar nicht reiten kann”. Heute hab auch ich begriffen, wie es wirklich funktioniert.
Grüsse in den Norden,
Ingrid J.Bressler
Dezember 29th, 2005 at 09:12
Guten Tag Frau Bressler,
vielen Dank für diese Übersetzung und die verständliche Art Networking zu erklären, wie Sie es in den 10 Regeln beschrieben haben. Das hilft sehr, wenn man eine Art von Leitfaden sieht und auch die Hintergründe kennt. So kann man besser und anders damit umgehen, als es einem sonst möglich ist. Eben immer offen für Neues bleiben und dadurch eine Entwicklung erreichen.
Mit freundlichen grüßen
Jens Babig
Dezember 29th, 2005 at 11:12
Liebe Frau Bressler,
danke für die Übersetzung. Wieder ein Artikel, den ich meinen Kunden sende. Diesmal mit drei Ausrufezeichen. Gruß aus dem verschneiten Norden.
Dezember 29th, 2005 at 12:12
Danke, Herr Babig!
Wenn es so rübergekommen ist, hat es seinen Zweck erreicht.
Herr Morell, auch Ihnen einen Gruss zurück - aus einem inzwischen tief verschneiten Oberösterreich. Ihre Gruppe funktioniert ja bereits prächtig! Und wird mir als Vorbild gelten - z.B. mit dem Business-Frühstück.
Einen guten Rutsch in ein neues Netzwerk-Jahr!
Grüsse IJB
Dezember 31st, 2005 at 11:12
[…] Networking und SocialCapital / Selfmade in Austria / Ingrid Bressler […]
April 29th, 2009 at 00:04
[…] Wenn Ihr Kunde auf die gleiche Idee kommt und Ihnen interessante Informationen zusendet, vertiefen Sie so Ihre Beziehungen - Stichwort Networking […]